Wissen worauf es ankommt

Schlussrechnungen im vorläufigen und eröffneten Verfahren

Aufgrund der erheblichen Anzahl mittlerer bis großer Insolvenz- bzw. Konkursverfahren bei gleich bleibender personeller Ausstattung der Gerichte, besteht im Bereich der Prüfung von Schlussrechnungen im vorläufigen und eröffneten Verfahren ein zunehmender Bedarf an externen Prüfern. Durch unsere betriebswirtschaftliche Ausbildung, unsere Qualifikation als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sind wir bestens geeignet, die Rechnungsprüfung zum Abschluss des Insolvenz bzw. Konkursverfahrens als externe Sachverständige zu übernehmen.

Seit 2006 werden wir als externe Prüfer von Insolvenzgerichten bestellt. Mehr als 26 Insolvenzgerichte in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Nordrhein- Westfalen, Bayern beauftragen uns mit der Prüfung von Schlussrechnungen im vorläufigen und eröffneten Verfahren sowie der Prüfung von Insolvenzplänen (Stand 05/2013).

Durch mittlerweile rund 390 Bestellungen (Stand 05/2013) verfügen wir über weitreichende Kenntnisse und Erfahrungen in der Prüfung von Schlussrechnungen im vorläufigen und eröffneten Verfahren sowie der Prüfung von Insolvenzplänen.

Der Prüfungsumfang basiert grundsätzlich auf dem Prüfungsbeschluss des Insolvenzgerichtes.

Bei einer Schlussrechnungsprüfung nach § 66 InsO werden regelmäßig nachfolgende Sachverhalte geprüft: 

  • Prüfung, ob die Schlussrechnung nach den Regeln kaufmännischer Buchführung vollständig und ordnungsgemäß erstellt wurde; 

  • Prüfung, ob die von dem Insolvenzverwalter befriedigten Ansprüche als Masseverbindlichkeiten im Sinne der §§ 54, 55 Abs. 1 und 2, § 100 oder § 123 Abs. 2 Satz 1 InsO anzusehen sind; 
  • Prüfung, ob die von dem Insolvenzverwalter an absonderungsberechtigte Gläubiger ausgekehrten Beträge nebst Feststellung der Kostenbeiträge der Insolvenzmasse nach § 171 InsO sachlich und rechnerisch richtig festgestellt und ermittelt worden sind; 
  • Aufstellung der vom Insolvenzverwalter geführten Prozesse nebst der daraus für die Masse realisierten Beträge; 
  • Prüfung, in welchem Umfang Beträge der Insolvenzmasse dem Insolvenzverwalter selbst oder mit ihm gesellschaftlich verbundenen Personen oder Unternehmen zugeflossen sind; 
  • Prüfung der Richtigkeit der Gebührenrechnungen für steuerberatende Tätigkeiten im Rahmen der StBGebV; 
  • Prüfung, ob die Insolvenzmasse vollständig und ordnungsgemäß verwertet worden ist.